Archiv für September 2011

Traumwochenende für Blau-Gelb

Ein sensationelles Wochenende für die Vienna neigt sich dem Ende zu.
Nach einer langen Heimspielpause gab es am Freitag endlich wieder ein Spiel auf der Hohen Warte.

Im Vergleich zu den Leistungen der letzen Wochen, zeigte sich die Vienna von Anfang an stark verbessert.
Die Rückkehr von Marjan Markovic war von den Vienna Fans sehnsüchtig erwartet worden. Im ersten Spiel nach seiner langen Verletzungspause war unübersehbar wie wertvoll er für die Vienna ist. Markovic leistete den Assist zum 1:0 durch Rotter und erzielte das 2:0 selbst. Trotz eines Ausschlusses von Vienna Spieler Hattenberger in der 65. Minute feierte die Vienna einen verdienten 2:0 Sieg.

Feierstimmung

Auch auf der Tribüne machte sich Feierstimmung breit.
Von Beginn an war zu spüren, dass diesesmal etwas möglich sein könnte und ab dem 1:0 waren die Fans komplett aus dem Häuschen.

Am Beginn der zweiten Halbzeit waren im Fanblock viele blaue und gelbe Herzen zu sehen und auf drei Spruchbändern war zu lesen „We love Vienna“ „We do!“"FVFC we love you“.

vienna we love you
© StopGlazer

Ein herzliches Dankeschön an die Vienna Wanderers die diese Choreographie organisiert haben.

Top of the League

Am Samstag legten die Vienna Amateure nach. In einem für die Oberliga hochklassigen Spiel wurde der bisherige Tabellenführer Aspern mit 4:2 besiegt. Unterstützt wurden unsere Amas disesmal von Chrisoph Mattes, der ein Tor selbst erzielte und auch sonst dem Spiel einige gute Impulse gab. Durch den Sieg stehen unsere Amas nun selbst an der Spitze der Wiener Oberliga B.

Nach dem Spiel gab es ein Gruppenfoto der Amas mit unserem Freund Berkan, der uns leider Richtung Türkei verlassen wird. Wir hoffen, dass wir ihn bald wieder auf der Hohen Warte begrüßen dürfen.

amas vs aspern berkan abschiedsfoto© StopGlazer

Auf nach Linz!

Am kommenden Freitag geht es nun nach langer Pause wieder auf die Linzer Gugl zum LASK. Der LASK zählt, trotz seiner zuletzt nicht immer tadellosen Leistungen, sicherlich zu den Top Teams in dieser Liga. Um aus Linz Punkte zu entführen wird eine große und lautstärke Unterstützung von Nöten sein. Unterstützen wir daher gemeinsam die Vienna in Linz.

HEY HO, LET`S GO!

Busfahrt nach Linz
Datum: Fr, 30.09.2011
Treffpunkt: ab 13:00 Uhr, Parkplatz Hohe Warte
Abfahrt: 15:00 Uhr
Rückkehr: ca. 23:30 Uhr
Kosten: 20 Euro (für Mitglieder ist die Fahrt gratis
Anmeldungen unter 0664/6196926 (Roli)

Über die Fankultur auf der Hohen Warte

Einen älteren, aber sehr interessanten, Artikel der Döblinger Kojoten über die Fanszene der Vienna möchten wir euch nicht vorenthalten.

lord boban
© Gauche Caviar

Über die Fankultur auf der Hohen Warte © Döblinger Kojoten

Der First Vienna Football Club 1894, seines Zeichens der älteste Fußballverein Österreichs, hat neben seiner langjährigen Geschichte und Tradition, sowie der nach wie vor beeindruckenden Naturarena auf der Hohen Warte, vor allem auch eine lebendige Fankultur anzubieten, die sich von den klassischen Fankulturkonzeptionen, schon alleine durch ihre große Heterogenität unterscheidet. Angesichts der zeitweise chronischen Erfolglosigkeit der Blaugelben in den letzten Jahr(zehnt)en, mag es verwundern, warum sich Woche für Woche trotzdem ein illustrer Haufen an treuen Supportern aus den unterschiedlichsten Milieus im Fanblock auf der Hohen Warte eingefunden hat.

Um diesem Mysterium auf den Grund zu gehen, müssen wir zurück ins Jahr 1988, quasi der Geburtsstunde einer „Fankultur“ auf der Hohen Warte, als sich eine kleine Gruppe aus der alternativen subkulturellen (Musik-)Szene Wiens (Arena, Chelsea, etc.) auf der Hohen Warte einfand und unter dem Namen Kleine Pommes (zu dieser Zeit war McDonald’s Sponsor der Vienna) einen an die angelsächsische Fankultur angelehnten Support für den First Vienna FC initiierten.

Rasch kamen Gleichgesinnte, teilweise mit fußballerischer Vienna-Nachwuchs-Vergangenheit und regionalem Bezug dazu, und so wurde schließlich das Fankollektiv der Döblinger Kojoten ins Leben gerufen. Im Laufe der 1990er Jahre wurde eine blau-gelbe Fankultur auf der Hohen Warte fix etabliert, die nach und nach auch weitere Fußballfans, die mit den bestehenden Fankonzepten von Austria und Rapid nichts anfangen konnten, auf die Hohe Warte lockte. Zu den Kojoten mischten sich schließlich auch die Vienna Weirdoz und eine Reihe weiterer Fans der Blau-Gelben.

Trotz der defacto nicht vorhandenen Organisationsstruktur innerhalb der Fancommunity funktioniert die Sache nach wie vor überraschend gut. Nach dem Abstieg in die Regionalliga im Jahr 2001 vergrößerte sich der Fanblock nochmals zunehmend. Nicht ausschließlich der sportliche Erfolg und die emotionale Verbundenheit mit dem Verein, sondern vor allem auch das soziale Ereignis des Stadionbesuchs stand im Mittelpunkt. So wurden auch tendenziell eher durchschnittliche Drittligaspiele als wöchentliche Fußball-Partys zelebriert, egal ob daheim in Döbling oder in Würmla, Ritzing oder sonstwo.

Eckpfeiler dieser Fankultur ist, neben dem Verzicht auf jegliche Form der Gewaltanwendung, vor allem der positive Support, das bedeutet, dass wir gegnerischen Spielern und Fans mit Respekt begegnen und im Zentrum der Chants und Anfeuerungen die eigene Mannschaft und nicht das Diffamieren des Gegners steht. Dieser Grundkonsens wird von einer breiten Mehrheit der blaugelben Fans geteilt. Zentrales Element der Vienna-Fankultur, insbesondere der Chants, ist auch ein humoristisches Element. Als Fans eines Vereins mit einer Art „sympathischem Loser-Image“ werden auch schon mal Niederlagen wie Siege gefeiert, und man versucht nicht durch Gewalt, sondern mittels Selbstironie negative Gefühle als Folge von sportlichen Niederlagen auszuleben.

Darüber hinaus geht es den Döblinger Kojoten darum, nicht bloß als passive Objekte dem Spiel beizuwohnen, sondern aktiv als Akteure das Spiel mitzugestalten. Der Support der Mannschaft innerhalb des Stadions stellt einen öffentlichen Akt dar und ist daher grundsätzlich auch politisch. Im Zentrum unserer Bemühungen steht der Wunsch, einen Fanblock zu bilden, der auf Gewalt, Rassismus, Homophobie, Sexismus und Antisemitismus verzichtet und auch aktiv dagegen auftritt.

Fußballfans sollten unserem Selbstverständnis nach nicht nur die Möglichkeiten ergreifen, die ihnen zugewiesen werden, sondern sich Freiräume schaffen, in denen sie selbstbestimmt eine lebendige Fankultur gestalten können, um somit dem durchkommerzialisierten Fußball-Einheitsbrei ein alternatives Konzept gegenüberzustellen.

Dieser Artikel ist unter anderem auf der offiziellen First Vienna FC 1894 Seite erschienen.

Gegendarstellung zum ORF Bericht

Hiermit veröffentlichen wir eine Darstellung der Fangruppen Vienna Wanderers, Vienna Weirdoz, Xiberg Xindl und White Devils Dornbirn zu den Anschuldigungen in einem Beitrag des ORF Vorarlberg:


Gegendarstellung anwesender Viennafans zu den Ereignissen rundum das Spiel am Freitag, den 9. September 2011 in Lustenau:

Aufgrund der von Seiten der Polizei gegen uns als anwesende Gästefans getätigten Schritte und der größtenteils frei erfundenen, beziehungsweise absolut übertriebenen, Darstellung durch den ORF und diverse Vorarlberger Medien fühlen wir uns dazu veranlasst unsere Sicht der Ereignisse zu schildern.

Zum ersten Kontakt mit anwesenden PolizistInnen kam es noch während des Spiels: ein beim Torjubel in die Luft geworfener Becher, der am Spielfeldrand landete, wurde zum Auslöser für den ersten Einsatz der anwesenden PolizistInnen. Diese versuchten einen einzelnen Fan zu separieren und diesen anzuzeigen, was aber friedlich durch andere Anwesende verhindert und verbal geklärt wurde.

Nach dem Spiel urinierte ein Fan zwischen zwei parkenden Autos, eines davon ein Einsatzfahrzeug. Die diesmal wesentlich aggressiver auftretende Polizei versuchte sich mit Gewalt bis zu diesem Fan durchzudringen und ging dabei auf umstehende Personen los. Dabei wurden Personen auf parkende Autos geschubst und körperlich angegriffen. Jedoch wurde der Fan von Leuten aus den eigenen Reihe vom Geschehen entfernt. Dabei kam es jedoch zu keinerlei Gewaltanwendung seitens der Fußballfans gegenüber den Beamten. Bis zum Einsteigen in den Bus Richtung Dornbirn Bahnhof wirkten anwesende OrdnungshüterInnen jedoch weiter äußerst aggressiv, im Gegensatz zu den Fans der Vienna. Es wurde weder Sachen beschädigt, noch aggressiv agiert. Man machte lediglich einen Stopp an einer Würstelbude, um etwas zu essen.

Während der Busfahrt kam es zu keinerlei Sachschäden, Randalen oder Gewalttaten. Im Gegenteil: Im Bus wurde mit Lustenauer Fans gemeinsam gesungen und gefeiert. Die Fangesänge hatten keinen aggressiven und gewaltverherrlichenden Inhalt, sodass kein Grund eines Einsatzes seitens der Polizei nötig gewesen wäre. Auch der längere Halt des Busses kann höchstens durch ein leicht zu verletzendes Gemütskostüm des Fahrers, und nicht durch kriminelle Handlungen von Fußballfans, erklärt werden. Bereits während der Fahrt folgten immer mehr Einsatzwägen dem Bus.

Am Bahnhof wurde die Situation durch die, mit etwa 35 BeamtInnen samt Hunden anwesende, Staatsmacht weiter verschärft. Die mitfahrenden Personen wurden nur einzeln aus dem Bus herausgelassen und im Anschluss nach völlig willkürlichen Kriterien kontrolliert. Unter anderem wurde hierbei einem Lustenau-Fan durch den Einsatzleiter die RädelsführerInnenschaft für die Vienna-Fans unterstellt.

Einzelne Beamte traten bei diesen Kontrollen äußerst aggressiv auf und wandten schon im Zuge der Perlustrierungen völlig unangemessen Gewalt an. Ein Vienna-Fan erlitt dabei sogar eine Schnittwunde an der Hand. Andere wurden durch mehrere Beamte vom Bus weggezerrt, um die Identität festzustellen.

Der Einsatzleiter weigerte sich trotz mehrmaliger Nachfrage seine Dienstnummer anzugeben und nannte als Grund für den Einsatz einen „Wickel mit Lustenauern“, den es schlicht nicht gab. Auch weitere umher stehende BeamtInnen wiedersprachen sich in ihren Aussagen, einige BeamtInnen wussten nicht einmal den Grund des Einsatzes.

In Hinsicht auf den Artikel kann also in keinster Weise die Rede von „Randale“ oder „Gewalttaten“ sein: die einzige Sachbeschädigung die genannt werden konnte fand in Form von Kratzern an einem Auto statt, „weil sich ein Paar darauf sexuell vergnügte.“ Diesen Vorfall möchten wir aus Rücksicht auf die Privatsphäre der betreffenden Personen nicht weiter analysieren, sind aber einhellig der Meinung, dass auch dies keinesfalls der gängigen Definition von Randale entspricht. Was nach dem bisher Beschriebenen einen Großeinsatz der Polizei rechtfertigen soll bleibt schleierhaft. Das Auftreten der Polizei soll an dieser Stelle allerdings nochmals für die ihm inne liegende Aggressivität und Gewaltbereitschaft ebenso kritisiert werden, wie die Phantasie gewisser PressemitarbeiterInnen, die nur zu einer weiteren Kriminalisierung von Fußballfans beiträgt. Wir sind der Meinung, dass das Auftreten des ORF und der märchenhafte Bericht den äußerst übertriebenen Einsatz der Polizei rechtfertigen soll und ein weiteres Indiz von Repression gegenüber Fußballfans ist. Hierbei fügen wir hinzu, dass der ORF bereits nach Abpfiff hat alarmiert werden müssen, da er eine halbe Stunde später bereits am Bahnhof mit Kamera auf die Anhänger wartete. Nicht einmal bei Autounfällen sind die Medien so schnell vor Ort. Eventuell ein Indiz Vorarlberg nach den Ausschreitungen im Cup gegen Bregenz wieder als Opfer darzustellen?

Vienna Wanderers – Vienna Weirdoz – Xiberg Xindl – White Devils Dornbirn

antifa döbling grüßt F_in

Die hervorragende Initiative F_in (Frauen im Fußball) hat dazu aufgerufen, Aktionen in verschiedenen Fanszenen gegen Sexismus zu dokumentieren und ihnen Fotos davon zukommen zu lassen.

Eine Aufforderung der wir gerne nachkommen.

antifa döbling transpi in parndorf
Transparent der antifa döbling gegen Sexismus im Relegationsspiel gegen Parndorf Juni 2011.

F_in thematisiert seit Jahren kritisch Fußball und Geschlecht, dokumentiert Aktionen verschiedener Fangruppierungen gegen Diskrimierung und setzt sich speziell gegen Sexismus im Fussball ein.

Gegen Sexismus! Fußball ist für alle da!

Weitere Informationen und Materialen von F_in.

Hellas Kagran vs. Vienna Amateure

Hellas Kagran vs. Vienna Amateure
Samstag 3.9.2011 16 Uhr
EDV 2000 Arena Kagran

vienna hellas

Kampf um die Spitze

Nachdem unsere Amas die ersten zwei Saisonspiele für sich entscheiden konnten, finden sie sich nun auf dem zweiten Tabellenplatz wieder.
Vor ihnen ist im Moment nur Hellas Kagran platziert.
Am Samstag kommt es zum direkten Duell der beiden Führenden. Gespielt wird in der EDV 2000 Arena in Kagran. Es geht für die jungen Amateure der Vienna also um nicht weniger als die Tabellenführung.
Doch nicht nur die sportliche Ausgangslage auch das Umfeld von Hellas Kagran verspricht Brisanz.

Rechtsaußen

Der Präsident Martin Graf ist nicht der einzige im Präsidium, der keine Berührungsängste zur extremen Rechten hat. Das halbe Präsidium kommt aus der FPÖ oder aus Gruppierungen, die sich rechts der FPÖ positionieren, wie z.b. der rechtsextremen Burschenschaft Olympia.
Der zweite Schriftführer, Alfred Wansch, wie Graf bei der Burschenschaft Olympia, war sogar im Unterstützungskomitee des Rechtsextremisten Norbert Burger, als dieser zur Bundespräsidenten Wahl angetreten ist. Das Buffet am Hellas Platz betreut Markus Vetter. Öffentlich bekannt wurde Vetter als er als Mitarbeiter des 3.NR Präsidenten beim rechtsextremen Aufruhr Versand bestellt hatte.
Wie Martin Graf als Präsident mit KritikerInnen umgeht, zeigte er bereits kurz nach seinem Amtsantritt.
3 Frauen des Teams von Hellas Kagran wurden aus dem Verein ausgeschlossen, nachdem sie Kritik an Martin Graf geübt hatten.

Alles geben für unsere Amas!

Die Amateure brauchen am Samstag unsere Unterstützung.
Nützen wir die Spielpause der ersten Mannschaft und unterstützen wir gemeinsam unsere Amateure!

Hey Ho, Let`s Go!

Infos zur Umfärbung von Hellas Kagran:

Augustin „Der Rechtsaussen und das Spanferkel“
derstandard.at „Der blaue Präsident des FC Hellas Kagran“
diestandard.at „Fußballerinnen von Hellas Kagran gegen FPÖ-Politiker Martin Graf“
ballesterer „Turnier und Diskussion zu Hellas Kagran“
stopptdierechten.at „Hellas Kagran: Halloween in der Kantine mit einem Klopfer“